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Ungenügender Vorschlag des Bundesrats Klimaschutz: Grosses Potential beim Schwerverkehr

Image Klimaschutz: Grosses Potential beim Schwerverkehr
© Alpen-Initiative

Die gesetzlichen Schritte, wie sie der Bundesrat in der Vernehmlassung zur Klimapolitik vorgeschlagen hat, genügen nicht, um die Klimaziele zu erreichen. Besonders stossend ist, dass jegliche Massnahmen im Bereich Güterverkehr fehlen. Deshalb weist die Alpen-Initiative den Gesetzesvorschlag des Bundesrats zurück. «Wenn die Schweiz die Klimaziele erreichen will, dann muss auch der Schwerverkehr seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten», sagt Jon Pult, Präsident der Alpen-Initiative. Der Verkehr spielt bei der Klimaerwärmung eine entscheidende Rolle und ist in der Schweiz für rund 40 Prozent des CO2-Ausstosses verantwortlich. Da kann der Schwerverkehr nicht ausgeklammert werden.

Mit der Verlagerung des alpenquerenden Gütertransitverkehrs von der Strasse auf die Schiene können die CO2-Emissionen deutlich reduziert werden. Die NEAT und der Gotthard-Basistunnel sind deshalb auch ein Umwelt- und Klimaprojekt. «Wir haben genügend Kapazitäten auf der Schiene, um das Verlagerungsziel von maximal 650'000 alpenquerenden Lastwagen pro Jahr zu erreichen und so weniger Klimagase zu produzieren», sagt Jon Pult. Das wäre ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.

Zwar begrüsst es die Alpen-Initiative, dass die Schweiz das Abkommen von Paris ratifizieren will. Doch es braucht weitere Massnahmen. Die Alpen-Initiative fordert die Einführung von CO2-Limiten für Lastwagenflotten, wie das bereits für Autos und Lieferwagen gilt. «Lastwagen stossen heute noch gleich viel CO2 aus wie vor 20 Jahren, das ist inakzeptabel», sagt Manuel Herrmann, Leiter Alpenschutzpolitik der Alpen-Initiative.

Für die Schweiz ist eine wirksame Klimapolitik besonders wichtig. Das hat kürzlich die Schweizerische Akademie für Wissenschaften aufgezeigt. Unser Land und vor allem die Bergregionen werden weit überdurchschnittlich unter der Erwärmung des Klimas leiden. Der Rückzug der Gletscher, das Auftauen des Permafrosts und die abnehmende Zahl der Schneetage führen uns das drastisch vor Augen. Deshalb gilt es, bei den wichtigsten Verursachern anzusetzen, das heisst auch bei den Lastwagen, wo grosses Potential besteht. Manuel Herrmann: «Die Schweiz hat mit Erfolg die LSVA für Lastwagen eingeführt, aber jetzt muss die LSVA weiterentwickelt und mit Flottenzielen für den CO2-Ausstoss bei Lastwagen ergänzt werden.»

Kontakt

  • Jon Pult, Präsident der Alpen-Initiative, 076 508 16 33
  • Manuel Herrmann, Leiter Alpenschutzpolitik, 078 765 61 16

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Alpen-Initiative

Die Alpen-Initiative (rätoromanisch "Iniziativa da las Alps") ist ein Schweizer Verein, der sich für den Schutz des Alpengebietes vor dem Transitverkehr einsetzt. Der Verein lancierte die «Eidgenössische Volksinitiative zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr» (umgangssprachlich: «Alpen-Initiative»). Sie wurde am 20. Februar 1994 durch Volk und Stände angenommen.

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