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Die Erhöhung der LSVA auf Januar 2017 genügt nicht Die LSVA verliert an Wirkung und muss deshalb weiterentwickelt werden

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© Alpen-Initiative

Auf den 1. Januar 2017 wird die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe LSVA erhöht. Die Alpen-Initiative begrüsst diesen längst fälligen Schritt. Doch nach wie vor wird nicht der Maximalbetrag verlangt, wie er gemäss Landverkehrsabkommen mit der EU möglich wäre. Zudem verliert die LSVA in Zukunft an Wirkung, weil es keine neuen Emissionskategorien für Lastwagen mehr gibt. «Die Schweiz muss die LSVA entweder voll ausschöpfen oder eine Alpentransitabgabe einführen. Und sie muss die LSVA weiterentwickeln und ein CO2-Element einbauen», sagt Jon Pult, Präsident der Alpen-Initiative.

Künftig zahlt ein Lastwagen für die Fahrt von Chiasso nach Basel oder umgekehrt durchschnittlich 298 Franken statt wie bis anhin 276 Franken. Der erlaubte durchschnittliche Höchstbetrag gemäss Landverkehrsabkommen aber wäre 325 Franken. «Es braucht deshalb als Ergänzung zur LSVA eine Alpentransitabgabe für die alpenquerenden Lastwagen», sagt Jon Pult. Nur so könne der alpenquerende Güterverkehr wie von Verfassung und Gesetz vorgegeben von der Strasse auf die Schiene verlagert werden. Eine solche Abgabe ist im Landverkehrsabkommen mit der EU als Möglichkeit vorgesehen. Auf internationaler Ebene wird die ATA unter dem Titel «Toll Plus» diskutiert.

Da keine neuen Euro-Klassen für Lastwagen eingeführt und gleichzeitig die Fahrzeugparks laufend erneuert werden, ist die Verlagerungswirkung der LSVA in ihrer jetzigen Ausgestaltung in Zukunft begrenzt. «Die LSVA muss deshalb um ein Element ergänzt werden, das sich nach dem CO2-Ausstoss der Lastwagen richtet», fordert Jon Pult. In den vergangenen Jahren konnten bei den Lastwagen zwar der Ausstoss von Stickstoffen und Feinstaub gesenkt werden. Aber beim Ausstoss des klimaschädigenden CO2 sind die Lastwagen auf dem Stand wie vor 20 Jahren. Deshalb mache es Sinn, bei der Berechnung der LSVA neu ein CO2-Element einzuführen. «Die Schweiz hat die NEAT gebaut und jetzt den Gotthard-Basistunnel voll in Betrieb genommen. Jetzt ist es Pflicht, den alpenquerenden Güterverkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern.»

Kontakt

  • Jon Pult, Präsident der Alpen-Initiative, 076 508 16 33

Alpen-Initiative

Die Alpen-Initiative (rätoromanisch "Iniziativa da las Alps") ist ein Schweizer Verein, der sich für den Schutz des Alpengebietes vor dem Transitverkehr einsetzt. Der Verein lancierte die «Eidgenössische Volksinitiative zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr» (umgangssprachlich: «Alpen-Initiative»). Sie wurde am 20. Februar 1994 durch Volk und Stände angenommen.

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