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Einsprache Alpen-Initiative fordert Einhaltung der Versprechen

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© Alpen-Initiative

Für die Alpen-Initiative ist zentral: Die Verkehrskapazität am Gotthard darf mit der zweiten Röhre nicht erhöht werden. Doch genau dieser Punkt ist im Ausführungsprojekt «2. Röhre Gotthard-Strassentunnel» zu unverbindlich geregelt. Die Alpen-Initiative erhebt deshalb Einsprache gegen das Ausführungsprojekt.

Die Alpen-Initiative anerkennt und respektiert den Volksentscheid über den Bau einer 2. Röhre beim Gotthard-Strassentunnel. Die Einsprache richtet sich denn auch nicht gegen das Projekt als solches. Es geht nur um den Aspekt der Verkehrsmenge, -überwachung und -dosierung, welcher aktuell noch unzureichend in das Projekt integriert ist. Das Projekt muss diesbezüglich noch ergänzt werden, damit es vollständig und damit genehmigungsfähig ist.

Die künftige Kapazität des Tunnels ist eine wesentliche Anforderung an das Projekt. Die detektierte Verkehrsüberwachung, die Platzierung und Ausgestaltung der Dosierstellen und der Funktionsweise des Dosiersystems sind auf Stufe der Plangenehmigung im Detail zu regeln, fordert die Alpen-Initiative. «Im Rahmen der weiteren Projektierung ist zu prüfen, welche Massnahmen notwendig sind, um den Betrieb des Dosiersystems auch während der Bau- und Sanierungsphasen und im Endzustand gewährleisten zu können», heisst es im Ausführungsprojekt. Dieser Hinweis genügt nicht. Der Punkt Verkehrskapazität muss jetzt klar und verbindlich in der Projektplanung festgehalten werden. Alles andere ist unseriös: Denn später sind vielleicht keine tauglichen Lösungen mehr möglich.

Heute gilt: Pro Stunde und Richtung dürfen höchstens 1000 Fahrzeuge durch den Gotthardtunnel fahren. Diese Limite darf auch mit der zweiten Röhre nicht überschritten werden. Es geht um nichts weniger als um die Einhaltung des Alpenschutzartikels. Während der Abstimmungskampagne versprachen die Befürworter, allen voran Verkehrsministerin Doris Leuthard, dass mit dem Bau einer zweiten Strassenröhre am Gotthard der Alpenschutz gewahrt bleibt und die Verkehrskapazität nicht erhöht wird. Um dieses Versprechen einzulösen braucht es mehr als vage Formulierungen!

Kontakt

  • Jon Pult, Präsident Alpen-Initiative, 076 508 16 33
  • Lucia Lauener-Zwyer, Geschäftsführerin Alpen-Initiative, 076 582 83 63

Alpen-Initiative

Die Alpen-Initiative (rätoromanisch "Iniziativa da las Alps") ist ein Schweizer Verein, der sich für den Schutz des Alpengebietes vor dem Transitverkehr einsetzt. Der Verein lancierte die «Eidgenössische Volksinitiative zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr» (umgangssprachlich: «Alpen-Initiative»). Sie wurde am 20. Februar 1994 durch Volk und Stände angenommen.

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