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Verfassungstext

Der Text des Alpenschutzartikels der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft lautet:

Art. 84 Alpenquerender Transitverkehr*

1 Der Bund schützt das Alpengebiet vor den negativen Auswirkungen des Transitverkehrs. Er begrenzt die Belastungen durch den Transitverkehr auf ein Mass, das für Menschen, Tiere und Pflanzen sowie ihre Lebensräume nicht schädlich ist.
2 Der alpenquerende Gütertransitverkehr von Grenze zu Grenze erfolgt auf der Schiene. Der Bundesrat trifft die notwendigen Massnahmen. Ausnahmen sind nur zulässig, wenn sie unumgänglich sind. Sie müssen durch ein Gesetz näher bestimmt werden.
3 Die Transitstrassen-Kapazität im Alpengebiet darf nicht erhöht werden. Von dieser Beschränkung ausgenommen sind Umfahrungsstrassen, die Ortschaften vom Durchgangsverkehr entlasten.

> Art. 84

Art. 196 Übergangsbestimmungen gemäss Bundesbeschluss vom 18. Dez. 1998 über eine neue Bundesverfassung

1. Übergangsbestimmung zu Art. 84 (Alpenquerender Transitverkehr).
Die Verlagerung des Gütertransitverkehrs auf die Schiene muss zehn Jahre nach der Annahme der Volksinitiative zum Schutz des Alpengebietes vor dem Transitverkehr abgeschlossen sein. 

 * Der Artikel 36sexies von 1994 wurde in der neuen Bundesverfassung von 1998 umnummeriert zu Artikel 84. Der im ursprünglichen Absatz 2 erwähnte Verordnungsweg ist neu in Artikel 182, Absatz 1 BV generell für alle rechtssetzenden Beschlüsse des Bundesrates vorgesehen und deshalb im Alpenschutzartikel nicht mehr erwähnt.

Alpen-Initiative

Die Alpen-Initiative (rätoromanisch "Iniziativa da las Alps") ist ein Schweizer Verein, der sich für den Schutz des Alpengebietes vor dem Transitverkehr einsetzt. Der Verein lancierte die «Eidgenössische Volksinitiative zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr» (umgangssprachlich: «Alpen-Initiative»). Sie wurde am 20. Februar 1994 durch Volk und Stände angenommen.

Alpen-Initiative
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