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Sicherheit/Gefahrengut

Verkehrsunfälle bringen täglich Menschen zu Schaden und belasten die Umwelt durch Schadstoffeintrag in Boden, Wasser und Luft. Besonders verheerend wird die Situation, wenn gefährliche Güter im Spiel sind. Der Unfall im Gotthard-Strassentunnel vom 24. Oktober 2001 zeigte, dass nicht nur deklariertes Gefahrgut gefährlich ist. Eine scheinbar harmlose Ladung aus Plachen und Pneus ist zum hochbrennbaren Gefahrgut geworden – die Folge waren 11 Tote. Der nüchterne Blick auf den Unfall zeigt aber, dass es aus Sicherheitsgründen keine 2. Strassenröhre am Gotthard braucht. Lesen Sie in der Studie zu einem zukunftsweisenden Verkehrskonzept am Gotthard das Kapitel "Sicherheit" ab Seite 43 (PDF S. 47).

Auch am Simplon wird die Sicherheit auf der Strasse immer wieder durch Lastwagen gefährdet (Unfall vom 15. Mai 2012). Die  Alpen-Initiative fordert deshalb ein Lastwagenfahrverbot auf der Passstrasse, insbesondere für 40-Tonner.

Die Beratungstelle für Unfallverhütung (bfu) hat in einem Positionspapier 2012 verschiedene Szenarien betreffend Unfallsicherheit beim Bau einer 2. Röhre am Gotthard untersucht. Fazit: Einspurig befahrenen Röhren haben nur eine marginale unfallreduzierende Wirkung. Ein doppelspuriger Betrieb von zwei Tunnelröhren bewirkt zusätzlich zur generellen Verkehrszunahme zusätzlichen Mehrverkehr. Das Unfallrisiko erhöht sich damit sowohl in dem Gotthard-Strassentunnel als auch auf der gesamten A2 ausserhalb des Tunnels.

Alpen-Initiative

Die Alpen-Initiative (rätoromanisch "Iniziativa da las Alps") ist ein Schweizer Verein, der sich für den Schutz des Alpengebietes vor dem Transitverkehr einsetzt. Der Verein lancierte die «Eidgenössische Volksinitiative zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr» (umgangssprachlich: «Alpen-Initiative»). Sie wurde am 20. Februar 1994 durch Volk und Stände angenommen.

Alpen-Initiative
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