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Von der Stura an die Maira

  • Samstag 7. Juli bis Sonntag 15. Juli 2018 (9 Tage) mit Ausstiegsmöglichkeit am 14. Juli.
Image Von der Stura an die Maira

Wanderung durch zwei einsame Täler der Cottischen Alpen.

Wanderbegleitung:

Matthias Frey

Kosten:

8 Übernachtungen inkl. Halbpension, Organisation und Begleitung (ohne Hin- und Rückreise). Fr. 940.-.

 

Bis 15. März gewähren wir Fr. 50.- Frühbucherrabatt.

 

Anmeldeschluss:

8. April 2018

Versicherung:

ist Sache der Teilnehmenden

Informationen:

Die Unterkünfte sind unterschiedlich komfortabel. Teilweise schlafen wir in Hotelzimmern mit Leintüchern und Frotteewäsche, manchmal müssen wir im Posto Tappa im Leintuch- oder Seidenschlafsack schlafen. Dann ist auch ein grösseres Duschtuch von Vorteil. Gegessen wird immer reichlich, Wasser und Tischwein sind im Preis inbegriffen.
 

Die Bücher zur Wanderung: Werner Bätzing & Michael Kleider, Valle Stura, 2008, Zürich: Rotpunktverlag (vergriffen), Ursula Bauer und Jürg Frischknecht(†), Antipasti und alte Wege, 2016, Zürich: Rotpunktverlag Vertiefend, Werner Bätzing, Die Alpen, 2015, München: C. H. Beck.

Die Region

Diese faszinierende Kulturlandschaft wurde vor 10'000 Jahren – als eine der ersten Regionen in den Alpen überhaupt – von Menschen besiedelt. Heute ist sie, abseits der grossen Tourismuszentren, fast unbekannt. Wir erleben hier die Realität des traditionellen Bergbauernlebens, der Härte seines Alltages, auch Zerfall und Vergänglichkeit, die Probleme der Abwanderung vieler junger Talbewohner, die immer noch anhält.

Diese Wanderung gibt Einblicke in zwei gegensätzliche Täler der Cottischen Alpen (Alpi Cozie). Auf dereinen Seite das Transittal „Valle Stura“ mit seinem Verkehr, der über den „C.le di Maddalena (I)/col de Larche (F)“ nach Frankreich ins „Val d'Ubaye“ fährt (Avignon, Provence), auf der andern Seite das Valle Màira, das dank seiner Abgeschlossenheit weniger vom Verkehr, dafür von der Abwanderung betroffen ist. In Demonte sehen wir besonders eindrücklich, wie der Verkehr durch dieses Nadelöhr mit einer Lichtsignalanlage geleitet wird. Die schmalste Stelle ist nur wenige Meter breit und erlaubt keinen Gegenverkehr. Unser Hotel liegt zwar zentral, trotzdem hören wir nichts von den Lastwagen. Sowohl Vinadio und Sambuco werden umfahren, so dass wir in Vinadio fast nichts und in Sambuco nichts vom Verkehr hören. Die Menschen wehren sich seit Jahren vergeblich für eine Gebühr über den Pass, was Rom aber nicht in den Kram passt. Der Pass soll als einziger Alpenübergang abgabefrei bleiben.

Die Route

Wir wandern im Valle Stura auf einem Teil eines Wanderwegs, der „Lou Viage“ heisst (Okzitanisch für „die Reise“). Im Gegensatz zum Valle Maira steigen wir am Abend wieder ins Tal ab. Im Valle Màira sind wir teilweise auf dem Percorso Occitano unterwegs, der im Tal eine Rundwanderung ermöglicht. Die Gardetta-Hochebene ist eine absolut faszinierende Landschaft, die nicht nur wegen ihrer geografischen Höhe über 2'300 m der absolute Höhepunkt ist. So ist sie wegen fehlenden Streulichts bei Sternguckern besonders beliebt.

Um diese wunderschöne Landschaft mehr geniessen zu können, lohnt es sich, mit der „Tour della Meja“ einen zusätzlichen Tag einzufügen. Die Alternative, die Wanderung im Valle Stura um einen Tag zu kürzen, erscheint wenig sinnvoll. Wer trotzdem nicht 9 Tage unterwegs sein kann/will, hat die Möglichkeit, am Samstag mit dem Sherpabus direkt nach Cùneo zurückzukehren. Die Wanderung ermöglicht, nur einen kleinen Ausschnitt der beiden Täler zu erkunden. Vor allem das Valle Màira lohnt eine Wochenwanderung auf dem „Percorso Occitano“.

Die Tagesetappen

Die Wanderzeit versteht sich als reine Gehzeit eines durchschnittlichen Wanderers bei guten Weg- und Witterungsverhältnissen. Programmänderungen bleiben vorbehalten.


Samstag, 7. Juli 2018

Cùneo-Valloriate-Airale: Individuelle Anreise nach Cùneo. Freiwillige Stadtbesichtigung. Von dort mit dem Bus nach Gaiòla. Zu Fuss nach Airale. Übernachtung im Albergo.

Aufstieg 200 m, Abstieg 100 m, Wanderzeit 1 Std.


Sonntag, 8. Juli 2018

Airale - Demonte: Auf einem Partisanenweg zur Abzweigung zum „Colle dell'Ortiga“. Freiwilliger Abstecher zum Colle (30') und Einblick ins Valle Grana. Der Abstieg erfolgt über den „Colle d'Angelino“ nach Demonte. Übernachten im Hotel.

Aufstieg 800 m, Abstieg  1'000 m, Wanderzeit 6 Std.


Montag, 9. Juli 2018

Demonte – Vinadio: Von „Demonte“ Aufstieg auf der Krete mit Tiefblicken zur „Testa dei Peitagù“ (Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich, sonst Talweg als Ausweichroute), wo der Abstieg durch eine imposante Felslandschaft nach „Vinadio“ beginnt. Übernachten im Hotel.

Aufstieg  850 m,  Abstieg 950 m, Wanderzeit 6,5 Std.


Dienstag, 10. Juli 2018

Vinadio – Sambuco: Von Vinadio“ nach „Neraissa“ zum gleichnamigen Pass. Ohne Rucksack auf den „Monte Autes“. Zurück zum Pass und Abstieg nach „Sambuco“. Bademöglichkeit im T. della Madonna. Übernachten im Albergo.

Aufstieg 1'100 m, Abstieg  840 m, Wanderzeit 5 Std.

(mit Abstecher zum Monte Autes: Aufstieg 1'350 m, Abstieg 1'110 m, Wanderzeit 6 Std.)


Mittwoch, 11. Juli 2018

Sambuco – Colle del Preit: Mit dem Auto ein Stück talaufwärts, wo der Aufstieg zum „Lago Oserot“ beginnt (Bademöglichkeit). Über den „Passo Rocca Brancia“ kommen wir ins „V.le Màira“ auf den „P.so della Gardetta“, wo wir über das gleichnamige „Rifugio“ zum „C.le del Preit“ absteigen. Übernachten im Agriturismo.

Aufstieg 1'150 m, Abstieg 530 m, Wanderzeit 6 Std.


Donnerstag, 12. Juli 2018

Vom „C.le del Preit“, wo wir zum Rundweg um den markanten Gipfel der „R.ca la Meja“ aufsteigen. Wir wandern durch die imposante Hochebene zum „C.le del Mulo“, wo der Rundweg nach Norden zum idyllisch gelegenen „Lago Nero“ abzweigt (Bademöglichkeit). Von dort geht es zurück auf den „C.le del Preit“. Übernachten im Agriturismo.

Aufstieg 950 m, Abstieg 1'100 m, Wanderzeit 5.5 Std.


Freitag, 13. Juli 2018

La Gardetta – Màrmora: Wir wandern heute nochmals zum „C.le del Mulo“, aber steigen diesmal nach „Màrmora“ ab. Unterwegs erwartet uns ein erfrischendes Bad im „Lago Resile“. Übernachten im Bed & Breakfast.

Aufstieg 400 m, Abstieg 1'400 m, Wanderzeit 6 Std.


Samstag, 14. Juli 2018

Màrmora – Dronero: Wanderung ohne grosse Höhenunterschiede. Über den „Colle dell'Encucetta“ gehts schliesslich nach „Bassura“ (Bademöglichkeit), wo wir den Bus nach „Dronero“ besteigen. Übernachten im Hotel.

Ausstiegsmöglichkeit. Mit dem Sherpabus von Màrmora nach Dronero oder Cùneo (Abfahrt ca. 7 Uhr, Ankunft in Cùneo ca. 9 Uhr). Nicht im Pauschalpreis inbegriffen.

Aufstieg 170 m, Abstieg 650 m, Wanderzeit, 4 Std.


Sonntag, 15. Juli 2018

Dronéro – Cùneo: Heimreise mit dem Bus nach Cùneo (Ankunft ca. 9 Uhr), wo die individuelle Rückfahrt beginnt.

Anmeldung

Die Anmeldefristen für die Wanderungen 2018 sind abgelaufen. Danke für Ihr Verständnis. weiter lesen Anmeldung

Wegweiser

Allgemeine Bedingungen für Wanderungen mit der Alpen-Initiative. weiter lesen Wegweiser

Packlisten

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Alpen-Initiative

Die Alpen-Initiative (rätoromanisch "Iniziativa da las Alps") ist ein Schweizer Verein, der sich für den Schutz des Alpengebietes vor dem Transitverkehr einsetzt. Der Verein lancierte die «Eidgenössische Volksinitiative zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr» (umgangssprachlich: «Alpen-Initiative»). Sie wurde am 20. Februar 1994 durch Volk und Stände angenommen.

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