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Ausgebucht Amalfiküste mit Gepäcktransport

  • Sonntag, 15. April bis Samstag, 21. April 2018 (7 Tage)
Image Amalfiküste mit Gepäcktransport

Die Perle unter den italienischen Küstenwandergebieten: Fischerdörfer, die an steilen Bergflanken kleben und Panoramawege mit meist weitem Blick übers Meer.

Wanderbegleitung:

Max Keller und Walter Brücker (Biologe)

Kosten:

6 Übernachtungen inkl. Halbpension, Organisation, Begleitung und Gepäcktransport. Getränke sind nicht inbegriffen. (Ohne Hin- und Rückreise, Schweiz-Salerno und Sorrento-Schweiz).

Fr. 1'200.-.

Anmeldeschluss:

15. Februar 2018

Versicherung:

ist Sache der Teilnehmenden

Informationen:

Tagesetappen 4 - 5.5 Stunden, jedoch nur mit kleinem Tagesrucksack. Schwierigkeit T2.

Karten: „Amalfi Coast map of the paths 1-3“ 1:10‘000, www.carteguide.com, info@carteguide.com.

Anpassung der Route je nach Wetter und Kondition der Teilnehmenden.
Übernachtungen in einfachen Hotels und B&B mit 2 - 3er Zimmern, Möglichkeit, früher anzureisen, bzw. heimzureisen (Besuch von Neapel, Rom etc.).

Die Region

„Napoli vedere e poi morire“ – so schön ist Neapel, mit dem Vesuv, den Inseln Ischia und Capri. Heute zählt ganz bestimmt auch die Amalfiküste zu den Juwelen rund um Neapel. Noch viel steiler als in Cinque Terre kleben hier die Dörfer an den steilen, bewaldeten Berghängen. Nur dem Meer entlang windet sich eine erst 1920 gebaute extrem schmale und kurvige Küstenstrasse – innerhalb der Dörfer Amalfi, Positano und Praiano sind die meisten Häuser und Hotels nur zu Fuss durch enge Gassen und über lange steile Treppen erreichbar.

Im 10. Jahrhundert war Amalfi die erste grosse italienische Seerepublik, bis sie 200 Jahre später vom Konkurrenten Pisa zerstört wurde. Doch mit der ersten frühindustriellen Papierherstellung in Europa konnte der Ort seine Bedeutung weiterhin erhalten. Seit der Besiedlung durch die Griechen im 7. Jh. vor Chr. und den nachfolgenden Römern wechselten sich die Besetzer stetig ab und hinterliessen ihre kulturellen Spuren, so die byzantinische Bronzetüre des Doms von Amalfi. 200 Jahre regierten die französischen Anjou, dann ebenso lange die Spanier und schliesslich die Habsburger und die Bourbonen, bis Garibaldi 1860 Italien vereinte. Jetzt entdeckten auch die englischen Touristen die exotische Schönheit der Amalfiküste und der Schotte Francis Neville Reid baute die Villa Rufuolo mit ihren weitläufigen Gärten auf dem Felssporn von Ravello wieder auf. Wagner liess sich hier für das Bühnenbild von „Klingsors Zaubergarten“ in Parzifal inspirieren und viele weitere Künstler zog es an diese Küste, gefolgt von Hollywoods Filmstars und Politikern wie Eisenhower, Churchill und John F. Kennedy.

In der Landwirtschaft führten die Araber die Zitronen ein und noch heute sind die riesigen Früchte unter den Pergolas die Haupteinnahmequelle im Agrarsektor, häufig verarbeitet zu Limoncello. Die vielen Kastanienhaine werden jedoch noch für Jahre keine Frucht tragen wegen dem Gallwespenbefall. Auf den Hangterrassen gedeihen auch überall Oliven und Reben sorgen für einen ausgezeichneten lokalen Wein. Berühmt sind zudem die lokalen Alici, die Sardellen.

Seit einigen Jahren hat sich die Amalfiküste zudem zu einem Wanderparadies entwickelt: viele alte Kulturwege führen durch die Eichen, Buchen und Zypressenwälder, oft hoch über den Felswänden und häufig als Höhenwege mit wenig Höhendifferenz wie der berühmte Sentiero degli Dei, der Götterweg. Und das meist mit offenem Blick auf das tiefblaue Meer hinaus! Fotos auf: http://bit.ly/2xD4oOk (Klick auf erstes Bild.)

Die Route

Wir übernachten in drei der schönsten Dörfer in 2er und 3er Zimmern, die erste Nacht in einem B&B, sonst in Mittelklass-Hotels. Die Strecken dazwischen wandern wir und nehmen für kurze Strecken Taxi oder Busse, um ungeeignete Strecken abzukürzen. Am Rücken tragen wir nur den Tagesrucksack. Ein kleiner Koffer (50x40x20cm) pro Person wird vom Taxi ins nächste Hotel gebracht.

Die Tagesetappen

Die Wanderzeit versteht sich als reine Gehzeit eines durchschnittlichen Wanderers bei guten Weg- und Witterungsverhältnissen. Programmänderungen bleiben vorbehalten.


Sonntag, 15. April 2018

In Zürich um 7 Uhr in den Zug steigen und um 17 Uhr im kleinen Fischerdorf Cetara an der Amalfiküste einen Campari Soda am Meer trinken: die NEAT und der Freggia Rossa (300km/h) machen es möglich! Cetara, das ist echtes Italien, da sind die Fischer noch am Netze flicken, die pomadisierten Jungen sitzen mit ihren Freundinnen in High Heels in der Bar, während die Alten im Strassenkaffe bei einem Glas Wein Karten spielen. Wir richten uns in verschiedenen B&B ein (https://booki.ng/2sYUEIT), geniessen bei einem Gelato den Sonnenuntergang am Meer und lassen uns im typischen Italiener Restaurant Al Convento erstmals verwöhnen. 

Montag, 16. April 2018

Cetara – Monte dell’Avvocata – Maiori: Ein kurzes Stück geht’s durchs Dorf, und dann wird’s typisch amalfitanisch: Treppen bis hinauf auf 500m. Unter uns in der Bucht liegt Cetara und wir ziehen dem Hang entlang bis zur Wallfahrtskirche dell‘ Avvocata. Dann folgt ein breiter Felsenweg mit überwältigender Aussicht hinüber nach Salerno, wo wir gestern mit dem Zug ankamen. Vom Monte dell‘ Avvocata (917m) steigen wir ab nach Maiori, wo wir den Bus nehmen für die kurze Strecke nach Amalfi. Statt italienischen Fischern beherrschen hier die Touristen das Strassenbild, besonders wenn gerade ein Kreuzfahrtschiff seine Schleusen geöffnet hat. Trotzdem: der Blick von der Terrasse des Hotels Croce di Amalfi (http://bit.ly/2x0zWhP), über das Städtchen und hinaus aufs Meer ist fantastisch! Länge 10 km, Aufstieg 1200 m, Abstieg 1200 m, Wanderzeit 5,5 Std.


Dienstag, 17. April 2018

Rundtour Amalfi – Pogerola – Fic a Noce – Minuta – Scala: Wieder starten wir auf Treppen und steigen hinauf nach Pogerola (307m). Bei einem Kaffee geniessen wir die Sicht übers Meer. Ein sanft steigender Maultierpfad führt bis zuhinterst ins Valle dei Ferriere (Tal der Eisenschmieden) zum Wasserfall bei Fica Noce (454m). Auf der anderen Talseite sehen wir dann wieder meist aufs Meer hinaus und hinunter auf die Zitronenhaine und auf Amalfi. Zurück im besiedelten Gebiet gehen wir von Minuta durch die Rebberge horizontal nach hinten bis Scala und nehmen den Ortsbus, statt 400 Höhenmeter über hunderte von Stufen direkt nach Amalfi abzusteigen.

Länge 9 km, Aufstieg 1100 m, Abstieg 700 m, Wanderzeit 4 Std.
 

Mittwoch, 18. April 2018

Il Passo - Cima San Pietro - M. Cerreto – S. Maria die Monti – Ravello: Das Taxi bringt uns 11 km auf den Passo (695m). Auf z.T. nur schlecht sichtbaren Weglein steigen wir über eine Krete bis hinauf zu einem der drei höchsten Gipfel der Monti Lattari, dem Monte Cerreto (1316m). Die Mühe lohnt sich, denn nun sehen wir hinunter auf die Nordseite und über den Golf von Neapel von Sorrent bis zum Vesuv und nach Neapel selbst. Wir folgen einer Krete mit Affodilfeldern und sind dann zum ersten Mal eine gute Stunde ohne Meersicht unterwegs. Umso fantastischer der Blick von der Statue von S. Maria dei Monti wieder hinunter auf die Amalfiküste. Durch Kastanienwälder und Rebberge erreichen wir Santa Maria la Porta und folgen auf der anderen Bachseite einem Bewässerungskanal bis Ravello. Wo einst Bischöfe und Könige ihre Paläste errichteten erfrischen wir uns bei einem Bier auf dem Dorfplatz oder wandeln dann noch durch die Parkanlagen der Villa Cimbrone mit atemberaubender Sicht von dieser Felskanzel hinunter zum Meer. Der Ortsbus führt uns anschliessend zurück nach Amalfi.

Länge 12 km, Aufstieg 700 m, Abstieg 1000 m, Wanderzeit 5 Std.


Donnerstag, 19. April 2018

Agerola/Bomerano – Positano (Sentiero degli Dei): Agerola/Bomerano erreichen wir mit Taxi oder Bus. Nach einem Kaffee auf dem Dorfplatz führt uns der Sentiero degli Dei wunderschön dem Hang entlang bis zum gemütlichen Beizli in Nocelle. Für einmal werden wir nicht ganz allein sein, denn dass der Götterweg eine der schönsten Wanderungen der Amalfiküste ist, hat sich mittlerweile bis nach Amerika herumgesprochen. Im Gegensatz zu den andern Touristen wandern wir weiter, denn besonders der Abstieg von der Kirche Montepertuso mit Sicht auf Positano, unser letztes Städtchen, und hinunter bis ans Meer ist schlichtwegs traumhaft. Die Unerschrockenen wagen ein erfrischendes Bädli und die andern schauen ihnen bei einem ebenso erfrischenden Getränk zu. Gemeinsam nehmen wir dann dem Meer entlang noch den letzten Kilometer bis zum Hotel Vittoria (https://booki.ng/2sZh4tC) unter die Füsse.

Länge 9 km, Aufstieg 800 m, Abstieg 1400 m, Wanderzeit 5 Std.

 

Freitag, 20. April 2018

Montepertuso – Felsloch – Santa Maria del Castello – Caserma Forestale – Montepertuso: Ein Taxi bringt uns wieder hinauf bis Montepertuso. Von dort steigen wir hinauf bis zum riesigen Felsloch – und hindurch! Auf der anderen Seite folgen wir dem Hang und erreichen nach einigen Kehren Santa Maria del Castello, einem herrlichen Aussichtspunkt. Dann folgt eine wunderbare Höhenwanderung auf der Panoramastrecke bis zur Caserma Forestale, durch einen Zypressenwald zurück nach Montepertuso und mit dem Ortsbus zurück nach Positano.

Länge 6 km, Aufstieg 1000 m, Abstieg 1000 m, Wanderzeit 5.5 Std.


Samstag, 21. April 2018

Heute heisst’s früh aufstehen, denn bereits um 7 Uhr fährt unser Bus über die Monti Lattari nach Sorrent. Mit dem Zug geht’s via Napoli, Rom, Milano weiter, und wir werden um abends 7 Uhr wieder in Zürich sein.

Anmeldung

Die Anmeldefristen für die Wanderungen 2018 sind abgelaufen. Danke für Ihr Verständnis. weiter lesen Anmeldung

Wegweiser

Allgemeine Bedingungen für Wanderungen mit der Alpen-Initiative. weiter lesen Wegweiser

Packlisten

Checklisten als Hilfen fürs Einpacken. weiter lesen Packlisten

Alpen-Initiative

Die Alpen-Initiative (rätoromanisch "Iniziativa da las Alps") ist ein Schweizer Verein, der sich für den Schutz des Alpengebietes vor dem Transitverkehr einsetzt. Der Verein lancierte die «Eidgenössische Volksinitiative zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr» (umgangssprachlich: «Alpen-Initiative»). Sie wurde am 20. Februar 1994 durch Volk und Stände angenommen.

Alpen-Initiative
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CH-6460 Altdorf
Tel. +41 41 870 97 81
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