15. Juni 2019

Zum 30. Geburtstag des Vereins Alpen-Initiative und zum 25-Jahre-Jubiläum des Volks-JA zum Alpenschutzartikel erstellen Kunstschaffende im Auftrag der Alpen-Initiative fünf Land-Art-Werke entlang der grossen Transitachsen durch die Schweizer Alpen: darunter auch in Andeer GR. Hier hat der Künstler Kari Joller das Land-Art-Werk «Grenzen überwinden» geschaffen. Die Anwohnerinnen und Anwohner der Transitrouten sind von der Transportproblematik besonders betroffen. Die Land-Art-Ausstellung zeigt die Dringlichkeit des Alpenschutzes auf.

 Aus Anlass des doppelten Jubiläums hat die Alpen-Initiative eine dezentrale Land-Art-Ausstellung zum Thema «Tor – Bewegung – Fortbewegung» entlang der grossen Transitachsen organisiert.

Am Samstag fand in Andeer die Vernissage des Land-Art-Werks «Grenzen überwinden» des Künstlers Kari Joller statt. «Die auf dem Tor eingelassene Leiter mit den sich verjüngenden Sprossen in den Himmel steht für die Grenzen, die uns immer wieder gesetzt werden. Aber auch für das Vertrauen, das uns weitermachen lässt. Die Leiter kann auch als Schienenstrang interpretiert werden. Die Alpen-Initiative ist in Sachen Verlagerungspolitik eine Pionierin. Seit 30 Jahren setzt sich der Verein für den Schutz der Alpen vor dem Transitverkehr durch die Alpen ein – und überwindet auf dem Weg zu einer konsequenten Verlagerung der Güter auf die Schiene und einem klimafreundlichen Transportverkehr auf konstruktive und kreative Weise immer wieder Grenzen, um ans Ziel zu gelangen», sagte Kari Joller zu seiner Installation.

«Die Land-Art-Ausstellung ist ein ‘Geschenk’ für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Gäste der Regionen, welche vom Transitverkehr am stärksten betroffen sind», sagte Jon Pult, Präsident der Alpen-Initiative, in seiner Rede zur Vernissage in Andeer. «Wir hoffen, dass viele Menschen, die hier spazieren, wandern und Velofahren einen Moment innehalten und sich Gedanken machen zum Transitverkehr, der ja hier am San Berardino sehr gut hör- und sichtbar ist, und zur Dringlichkeit des Alpenschutzes.»

«Am Anfang der Bürgerinnen- und Bürgerbewegung Alpen-Initiative stand die Betroffenheit der Menschen in den vom Transitverkehr bedrohten Alpentälern. Insbesondere jenen, an der San Bernardino-Route», sagte Jon Pult. «Noch immer fahren zu viele Lastwagen durch die Alpen und damit auch durch Graubünden. Persönlich bin ich überzeugt, dass die Alpen-Initiative den Kanton vor einer Verkehrskatastrophe bewahrt hat. Stellen Sie sich vor, es würden heute mehr als doppelt so viele Lastwagen durch die Schweiz brettern wie vor 25 Jahren – so ist es am Brenner und so wäre es auch hier – ohne die Alpen-Initiative.»

«Die Verlagerungspolitik der Schweiz ist ein Erfolgsmodell, doch das Verlagerungsziel ist noch immer nicht erreicht. Wir setzen uns weiter dafür ein, dass der gesetzlich verankerte Alpenschutzartikel nun rasch umgesetzt wird», sagte Jon Pult. «Auch angesichts des Klimawandels braucht es dringend weitere Massnahmen wie eine Alpentransitbörse, eine Erhöhung der LSVA sowie eine Verstärkung der Schwerverkehrskontrollen, insbesondere auf der Gotthard-Südseite.»

Die Land-Art-Ausstellung «Tore – Bewegung – Fortbewegung» wird in Zusammenarbeit mit «Kultur SPUUR Claudia Häusler» organisiert.

Das Land-Art-Werk «Grenzen überwinden» von Kari Joller in Andeer kann bis Oktober 2019 besucht werden.

Kontakt

  • Jon Pult, Präsident der Alpen-Initiative, 076 508 16 33
  • Kari Joller, Kunstschaffender, 079 706 26 16

 

Bilder zum Herunterladen (Quelle: Alpen-Initiative)

Fotos von der Vernissage folgen am Samstagnachmittag

Land--Art in Andeer
Grenzen überwinden – Land-Art Andeer
Jon Pult, Kari Joller, Claudia Häusler, Hans Andrea Fontana
Kari Joller, Künstler
Jon Pult, Kari Joller, Claudia Häusler, Hans Andrea Fontana
Grenzen überwinden – Land-Art Andeer
Grenzen überwinden – Land-Art Andeer
Grenzen überwinden – Land-Art Andeer